Platz 6 bei U12 DM beschließt Hallensaison

  13.04.2026    TV Stammheim über Abteilung Faustball Abteilung Faustball Abteilung Faustball BL
Mit einem guten 6. Platz bei der Deutschen Meisterschaft beendet die U12 die Hallenrunde.

Bronze in der Halle, der Titel im Feld – nun allerdings erstmals ohne Hauptangreifer Mika Oberkersch, der in die U14 entwachsen ist, das waren die Vorzeichen für die Deutsche Meisterschafts Teilnahme der U12 Jungs. Wo würde also die Reise hingehen? 

In der Vorrundengruppe immerhin einige halbwegs bekannte Namen, wenn auch nicht viel mehr:
Leipzig: Immer mit starken Teams, durch die zahlreichen Schulkooperationen ein nahezeu unerschöpflicher Pool an Talenten, die jeden Jahrgang zu einem potentiellen DM-Kandidaten machen. Aber der aktuelle Jahrgang: Unbekannt, bei der DM im Feld nicht qualifiziert.
Henrrnwahlthann: Bei der Feld-DM in der Vorrunde ausgeschieden, am Ende Platz 15 belegt. Nahezu unbekannt.
Wiemersdorf: Bei der Feld-DM keine Hürde in der Vorrunde beim 11:4, 11:7 Sieg, am Ende auf Platz 8.
Kaulsdorf: DM-Debütant, in der Vorrunde Berlin/Brandenburg auf Rang 3 gelandet.

Auf dem Papier sicher keine unlösbare Gruppe, dennoch: Die erste DM in dieser Zusammensetzung galt im Vorfeld als Black Box.

Gut ausgeruht nach einer entspannten Anreise, einem guten Abendessen und einer ruhigen Nacht starteten die Jungs unter guten Vorzeichen ins Turnier gegen Herrwahlthann, seines Zeichens immerhin bayrischer Meister. Und der legte gleich los wie die Feuerwehr, beziehungsweise durften gleich gut loslegen, denn Stammheim macht es dem Gegner mit fehlerbehaftetem, nervösen Beginn leicht. Nach schnellem 1:6 Rückstand fing sich die TVS-Vier und holte Ball für Ball auf, bis zum 8:8 Ausgleich. Eine haarsträubende Fehlentscheidung des Schiedsrichters bei 8:9 brachte dem Gegner den Satzball, dem kurz danach der 9:11 Satzverlust für Stammheim folgte. Immerhin konnte Stammheim im zweiten Satz an die nun gute Leistung anknüpfen – 11:9 – immerhin ein Unentschieden.

Gegen Stern Kaulsdorf ging es im zweiten Spiel, und es zeichnete sich bereits ab, dass es in der Gruppe eng zugehen würde, nachdem sich auch Wiemersdorf und Leipzig unentschieden getrennt hatten. Das Spiel gegen den unterlegenen Gegner nutzte Stammheim, um alle Spieler des Kaders DM-Spielzeit zu geben, am deutlichen 11:3, 11:7 Sieg änderte das nicht viel.

Wiemersdorf, das nach dem Auftakt-Unentschieden gegen Leipzig inzwischen gegen Herrwahlthann verloren hatte, stand in der Gruppe bereits mit dem Rücken zur Wand, und brauchte gegen Stammheim einen Sieg, um im Rennen zu bleiben. Stammheim indes hatte die große Chance, sich mit einem Erfolg eine hervorragende Ausgangssituation für das letzte Spiel gegen Leipzig zu verschaffen. Geradezu fahrlässig ließen die TVS-Jungs allerdings diese Chance verstreichen, und brachten die schwächste Leistung des Wochenendes aufs Parkett. 7:11 und 9:11 lauteten die Satzergebnisse gegen einen Gegner, der dank seines starken Hauptangreifers zwar zu vielen verdienten Punkten kam, der aber in Summe sicher kein unschlagbarer Gegner war.

Mit 3:3 Punkten hatten sich nun die bisher guten Chancen auf den Gruppensieg in Luft aufgelöst, und die Vorzeichen für das erwartet schwere Abschlussspiel gegen Leipzig komplett geändert. Bei vier nahezu gleichauf liegenden Teams im der Gruppe war klar, dass für den Verlierer der folgenden Partie die Vorrunde mit dem Ausscheiden enden würde.
Bravourös zogen die TVS-Jungs den Kopf aus der Schlinge. Der schlechten Leistung der vorherigen Spiels ließ man nun eine zielstrebige und motivierte Partie folgen und gewann mit 11:8 und 11:6 gegen den Ausrichter.

Starke Moral hatte Stammheim bewiesen, und das Ausscheiden in der Gruppe nochmal abgewendet, aber mehr als der dritte Vorrundenplatz war es nicht geworden, und das bedeutete, dass man in einem möglichen Viertelfinale bereits auf Unterhaugstett treffen würde.

Um allerdings überhaupt in dieses einzuziehen, stand direkt im Anschluss an die nervenaufreibende und anstrengenden Vorrunde noch ein schweres Achtelfinale gegen den sächsischen Meister Kubschütz auf dem Plan, der in den letzten Jahren regelmäßig mit starker Jugendarbeit auf sich aufmerksam macht. Stammheim war also gewarnt und ließ Taten folgen. Eine schnelle hohe Führung im ersten Satz ließ man sich nicht nehmen, und zog bis zum 11:5 Satzerfolg konsequent durch. Mit dem etwas schwereren und stumpferen Ball des Gegners hatte man im zweiten Satz so seine Probleme, und musste Kubschütz knapp mit 9:11 den Satzausgleich überlassen. Im Entscheidungssatz überließ man dem Gegner die erste Angabe, um im Satzfinish mit eigenem Ball kontern zu können. Nach 1:4 Rückstand gelang Stammheim eine starke Phase, und man wechselte sogar bei 6:5 Führung die Seiten. Schnell hatte man die Führung nach dem Seiten- und Ballwechsel ausgebaut und sah bei 9:6 Führung bereits wie der sichere Sieger aus, als die letzten beiden Punkte nicht gelingen wollten. Tatsächlich wurde es nach deutlichem Verlauf nochmal mehr als knapp, und erst bei 13:11 war der Sieg unter Dach und Fach gebracht.

Was ein erster Tag: Eine umkämpfte Vorrunde mit Patzern gegen zwei Gegner, die richtig weh taten. Dazu zwei K.O. Spiele in der Gruppe und im Achtelfinale mit einem Herzschlagfinish, und das mögliche Ausscheiden gleich zweimal stark abgewehrt. Und nun zum Auftakt des Finaltags das Viertelfinale gegen den TV Unterhaugstett. Der Dauerrivale, der sich am Vortag in herausragender Form präsentiert hatte, in allen 8 Sätzen siegreich geblieben war, und dabei nur 4 Gegenpunkte im Schnitt pro Satz zugelassen hatte. Geschenkt; Stammheim spielte auf Sieg, und auf das Auftaktass von Toni Musch antwortete Mattis Oberkersch mit eben demselben. Stammheim spielte gut, doch durch das Spielgeschen wurde immer deutlicher, dass in diesem Spiel nichts zu holen sein würde. 5:11 und 7:11 – das Spiel ließ keine Fragen offen, wer in dieser Saison der Topfavorit auf den Titel war.

Aus der Traum also von der dritten Medaille am Stück, aber immerhin noch die Chance, in den zwei verbleibenden Spielen die bestmögliche Platzierung hinter den Top Vier zu erreichen. Im Qualispiel wartete der Schleswig-Holstein Meister aus Lola, der die Vorrundengruppe C souverän gewonnen hatte, und Lolas Angreifer zeigte im ersten Satz auch eindrucksvoll, warum und wie. Beim 6:11 im Auftaktsatz hatte Stammheim nicht viel entgegenzusetzen, hatte aber immerhin hilfreiche Erkenntnisse gewonnen, die in den Folgesätzen Wirkung zeigten. In leicht veränderter taktischer Formation begegnete man den Stärken des Gegners deutlich stabiler und brachte immer mehr eigene Angriffe ins Ziel: 11:8, 11:8 – das Spiel um die Plätze 5 und 6 war erreicht.

In diesem wartete mit dem VfK Berlin ein alter Bekannter, denn mit den spielstarken, agilen Hauptstädtern hatte man sich bereits bei der Feld-DM gemessen, und sich Unentschieden getrennt – die Stärke des Gegners war also bekannt. In der Partie dann ein ähnliches Bild wie beim letzten Aufeinandertreffen. Beide Teams mit ähnlicher Spielanlage und auf Augenhöhe. Erster Satz an Berlin: 6:11. Zweiter an Stammheim: 11:5. Beide gleichauf im dritten Satz beim Seitenwechsel, dann gelingen Berlin einige gute Aktionen am Stück und das Spiel kippt: 7:11 – für Stammheim wird es am Ende Platz 6.

Deutscher Meister wurde ungefährdet (11:3, 11:3 im Finale spricht Bände) Unterhaugstett, das im gesamten Turierverlauf gegen Stammheim sein knappstes Spiel hatte. Dahinter gewannen mit Herrnwahlthann und Wiemersdorf zwei Teams aus Stammheims Vorrundengruppe die weiteren Medaillen – das Los- und Matchglück war bei dieser DM nicht unbedingt auf Seiten Stammheims. Doch auch aus dieser Meisterschaft wird Stammheim lernen, und im Feld neu angreifen – dann allerdings ohne Bela Schanz und Levin Hauf, die in die U14 wechseln.

Platz 6 bei der DM belegten: Bela Schanz, Levin Hauf, Mattis Oberkersch, David Schempp, Leon Oberkersch, Nick Braun, Samuel Böhmer, Sami Kohrs.

Danke für die tollen Bilder an Michael Walther aus Leipzig!!

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