U18 Teams mit hinteren DM-Platzierungen
U18 weiblich belegt enttäuschenden 10. Platz bei der Deutschen Meisterschaft
Nach einigen knapp verpassten Medaillenchancen bei den vergangenen Meisterschaften war die Hoffnung auf die lang ersehnte Medaille im Stammheimer Lager spürbar. Diese Hoffnung wurde jedoch gleich im Auftaktspiel gegen des SV Tannheim getrübt. Konnte man bei der Süddeutschen Meisterschaft noch beide Begegnungen ausgeglichen gestalten, machte sich in Essel die Nervosität der Stammheimer Fünf bemerkbar. Bei starkem Regen brachten zu viele ungezwungene Fehler eine deutliche 0:2 Niederlage. Diese sollte am Ende des Tages auch der Knackpunkt für das Ausscheiden des Teams aus der Hauptrunde werden.
Im zweiten Spiel gegen den MTSV Selsingen starten die Stammheimerinnen nun konzentrierter und fehlerfreier und konnten sich schnell einen Vorsprung erspielen. In der Folge zeigten sie Nerven, konnten den ersten Satz aber noch ins Ziel retten (13:11). Im darauffolgenden Satz zeigten die Mädels nun nochmal eine souveräne Mannschaftsleistung und konnten den ersten Gruppensieg verbuchen.
Gegen den TV Jahn Schneverdingen zeigten die Mädels im ersten Satz erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung, profitierten dabei aber auch von einigen Eigenfehlern der Gegnerinnen. Im zweiten Satz zeigte sich dann wieder ein Bruch im Stammheimer Spiel und der Satz ging mit 9:11 an die Heidschnuckinnen.
Da parallel der SV Tannheim nur ein Unentschieden gegen den MTSV Selsingen erreichte, war klar, dass mindesten ein Satz für das Weiterkommen benötigt wird. Gegen den späteren Dritten aus Brettorf war hier jedoch leider nichts zu holen, zu groß waren die Leistungsunterschiede in diesem Spiel.
Damit belegte man punktgleich mit dem SV Tannheim, aber aufgrund des direkten Vergleichs, den vierten Platz in der Gruppe. Der Traum von der Medaille war damit geplatzt.
Sonntags stand nun also Schadensbegrenzung auf dem Plan. Ohne Hauptangreiferin Jule Krüger, die sich am Vortrag am Handgelenk verletzte, starteten die Mädels nervenstark in den Morgen. Gegen die Spielgemeinschaft aus Thiersheim/Hallerstein und Längenau konnte der erste Satz knapp gewonnen werden. Danach gelang es zu selten, die starken Gegenangriffe zu entschärfen und sauber aufzubauen, so dass die zwei folgenden Sätze verloren gingen. Auch das finale Platzierungsspiel ging erneut über die volle Distanz. Nach erneut gutem Beginn, in dem vor allem Frederike Kehrer mit tollen Angaben glänzte, zeigte sich in den Sätzen 2 und 3 wieder die Unkonstanz im Stammheimer Spiel. Zu viele Eigenfehler führten am Ende zur 1:2 Niederlage und dem letzten Platz.
Nach dieser Enttäuschung gilt es nun den Mund abzuwischen und den Blick nach vorne auf die Hallensaison zu richten. Dort steht mit der U18-Heim-DM ein Highlight bevor, an dem man sich die Medaillenträume endlich erfüllen möchte.
U18-Jungs überzeugen bei Deutscher Meisterschaft – Platz acht für das jüngste Team im Feld
Mit einem starken Auftritt und vielen wertvollen Erfahrungen kehrte die männliche U18 des TV Stammheim von der Deutschen Meisterschaft aus Essel in Niedersachsen zurück. Platz acht klingt auf den ersten Blick vielleicht unspektakulär – erzählt aber nur einen kleinen Teil der Geschichte. Denn als mit Abstand jüngstes Team im Teilnehmerfeld zeigten die Stammheimer Jungs, dass sie schon jetzt auf U18-Niveau absolut konkurrenzfähig sind.
Bereits am Freitagmittag machte sich die Mannschaft gemeinsam mit den mitgereisten Fans im Reisebus auf den Weg Richtung Niedersachsen. Dort wartete eine Deutsche Meisterschaft, die der Gastgeber mit enorm viel Herzblut organisiert hatte. Das ganze Dorf war geschmückt, zahlreiche kleine Aktionen rund um die Spiele und eine tolle Atmosphäre machten das Wochenende zu einem besonderen Erlebnis. Ein großes Kompliment und Dankeschön an den Ausrichter aus Essel!
Schwierige Bedingungen zum Auftakt
Am Samstag präsentierte sich das Wetter äußerst wechselhaft: Regen, kurze sonnige Abschnitte und starker Wind sorgten für schwierige Platzverhältnisse. Gerade für die junge, laufstarke Stammheimer Mannschaft waren das nicht unbedingt die optimalen Bedingungen. Statt langer Ballwechsel entwickelte sich teilweise ein regelrechtes Angabenduell.
Zum Auftakt wartete mit Kleinvillers ein bestens bekannter Gegner, gegen den der TVS sowohl bei der Württembergischen als auch bei der Süddeutschen Meisterschaft gewonnen hatte. Stammheim erwischte einen guten Start und sicherte sich den ersten Satz mit 11:8. Der zweite Durchgang ging knapp verloren, sodass am Ende ein 1:1 stand. Dennoch ein wichtiger Punkt – und gleichzeitig der gewonnene direkte Vergleich gegen einen unmittelbaren Konkurrenten.
Im zweiten Gruppenspiel gegen Leipzig zeigten die Jungs dann über weite Strecken vielleicht ihr bestes Faustballspiel des Tages. Eine starke Defensive und ein überragender Paul Schreiber im Angriff brachten den TVS in beiden Sätzen mit 9:7 in Führung. Doch ausgerechnet in den entscheidenden Momenten fehlte etwas die Konsequenz. Leipzig drehte den ersten Satz noch zum 11:9 und entschied auch den zweiten trotz Stammheimer Satzball mit 12:10 für sich.
Wie bitter diese beiden vergebenen Chancen waren, sollte sich erst später zeigen.
Punktgewinn gegen den späteren Deutschen Meister
Im dritten Spiel wartete mit dem TV Brettorf einer der großen Titelfavoriten – und eine Mannschaft, die den Stammheimern körperlich und altersmäßig deutlich voraus war.
Davon ließen sich die Jungs allerdings überhaupt nicht beeindrucken. Mit großem Kampfgeist, starker Abwehrarbeit und mutigem Angriffsspiel erkämpfte sich der TVS ein 1:1 gegen den späteren Deutschen Meister. Ein echtes Ausrufezeichen der jungen Mannschaft!
Damit war vor dem letzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Essel plötzlich wieder alles möglich. Ein 2:0-Erfolg hätte den Einzug in die Finalrunde bedeutet. Doch auch dieses Spiel endete 1:1.
So wurde es in der Tabelle denkbar knapp: Stammheim und Essel standen bei 3:5 Punkten, Kleinvillers und Leipzig nur einen Punkt besser bei jeweils 4:4 Punkten. Der TVS landete auf Rang vier und musste damit in die Platzierungsrunde um die Plätze sieben bis zehn.
Besonders bitter: Ein einziger Satz mehr gegen Leipzig hätte zum zweiten Gruppenplatz und damit zum Einzug in die Finalrunde gereicht.
Verletzungspech am Sonntag
Nach einer gelungenen Players Night am Samstagabend ging es am Sonntagmorgen bereits um 9 Uhr weiter. Im Überkreuzspiel traf Stammheim auf die Spielgemeinschaft Hagen/Bochum. In einer engen Partie behielten die Jungs die Nerven und setzten sich mit 2:0 durch. Damit war das Spiel um Platz sieben erreicht.
Der Sieg hatte allerdings einen hohen Preis: Hauptangreifer Paul Schreiber prallte mit Kai Rupp zusammen und zog sich einen schmerzhaften Pferdekuss zu. Für ihn war die Deutsche Meisterschaft damit vorzeitig beendet.
Im abschließenden Spiel um Platz sieben kam es noch einmal zum Duell mit Gastgeber Essel. Ohne den etatmäßigen Hauptangreifer stellte sich die Mannschaft der schwierigen Aufgabe mit allem, was sie hatte. Kai Rupp übernahm die alleinige Verantwortung im Angriff und zeigte dabei eine starke Leistung. Auch Leon Braun, der für Paul Schreiber ins Team rückte, machte seine Sache gut.
Am Ende musste sich der TVS trotz großen Kampfes knapp geschlagen geben und beendete die Deutsche Meisterschaft damit auf Platz acht.
Ein achter Platz, der Mut für die Zukunft macht
Das Trainerteam konnte mit dem Auftritt der Mannschaft dennoch hochzufrieden sein. Paul Schreiber spielte mit gerade einmal 15 Jahren ein sensationelles Wochenende und ließ kaum erkennen, dass er eigentlich noch der jüngeren Altersklasse angehört. Gleiches galt für Till Aigner, der in der Defensive eine überragende Meisterschaft spielte.
Auch Kai Rupp, Matti Nacke, Leander Dörr und Simon Sailer sammelten viel Einsatzzeit und zeigten, dass sie auf diesem Niveau bereits mithalten können.
Leon Braun fügte sich bei seinem Einsatz im letzten Spiel gut ein. Für Simon und Fabian Lutz reichte es an diesem Wochenende leider nicht zu einem Spieleinsatz – beide unterstützten die Mannschaft dafür von außen mit vollem Einsatz.
Ein großes Dankeschön geht außerdem an unsere mitgereisten Fans, die die Jungs über das gesamte Wochenende lautstark unterstützt und die weite Reise nach Niedersachsen mitgemacht haben.
Am Ende bleibt deshalb weit mehr als Platz acht: Der TV Stammheim hat als mit Abstand jüngstes Team bei einer U18-DM dem späteren Deutschen Meister einen Punkt abgenommen und war nur einen einzigen Satz vom Einzug in die Finalrunde entfernt.
Und die nächste Chance wartet bereits: In drei Wochen geht es für einen Großteil der Jungs zur Deutschen U16-Meisterschaft beim TSV Gnutz in Schleswig-Holstein. Dort gehört die Mannschaft dann nicht mehr zu den Jüngsten – und will ein großes Wort im Kampf um die Medaillen mitreden
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