U16 des TV Stammheim wird Vize‑Deutscher Meister 2026
Nur zwei Wochen nach dem U14‑Titel, den mehrere Spieler des Teams ebenfalls geholt hatten, bestätigte die Mannschaft ihre starke Form eindrucksvoll. Bereits vor Turnierbeginn musste das Team zwei personelle Rückschläge verkraften: U14-Hauptangreifer Leon Braun konnte aufgrund einer Erkältung nicht antreten, und Routinier Carl Huber fiel mit einer schmerzhaften Unterarmverletzung aus. Kurzfristig wurden daher die Brüder Fabian und Simon Luz nachnominiert, die das Team vollständig und zuverlässig ergänzten. Der Stammkader bestand damit aus Paul Schreiber, Kai Rupp, Till Aigner, Leander Dörr, Matti Nacke, Fabian Schlegel, Simon Sailer sowie Mika Oberkersch, der am Tag nach der Deutschen Meisterschaft seinen 13. Geburtstag feierte. Gecoacht wurde die Mannschaft von Christian Nacke, Tom Aigner und Jakob Sailer.
In der Vorrunde traf Stammheim in einer Dreiergruppe auf den TSV Lola und den TSV Gärtringen. Gegen Lola, der später den vierten Platz belegte, spielte das Team sehr konzentriert und gewann deutlich mit 11:5 und 11:5. Auch im zweiten Vorrundenspiel ließ die Mannschaft keinerlei Zweifel am Anspruch auf den Gruppensieg aufkommen: Gegen Gärtringen gelang ein klarer 11:1- und 11:3‑Erfolg, wobei alle Spieler Einsatzzeit erhielten. Als souveräner Gruppenerster qualifizierte sich Stammheim für das Viertelfinale.
Dieses wurde am Samstagnachmittag gegen den Hammer SC ausgetragen. Nach einem etwas holprigen Start steigerte sich die Mannschaft im Laufe des Spiels und setzte sich mit 11:8 und 11:5 durch. Mit diesem Resultat stand der Einzug in das Halbfinale fest.
Am Sonntagvormittag wartete dort der Gastgeber SC DHfK Leipzig – seit Jahren ein Stammheimer Rivale und aufgrund seines im Schnitt älteren Kaders leicht favorisiert. Die Halle war mit etwa 250 lautstarken Zuschauern gut gefüllt; Trommeln waren zwar verboten, doch Anfeuern ausdrücklich erlaubt, was für eine eindrucksvolle Atmosphäre sorgte. Stammheim startete in der Formation mit Paul Schreiber im Hauptangriff, Kai Rupp vorne rechts, Till Aigner in der Mitte sowie Leander Dörr und Matti Nacke in der Abwehr. Die Mannschaft zeigte eine taktisch hervorragende Partie und setzte die zuvor erarbeitete Gegneranalyse optimal um. Nach einem engen und intensiven Spiel gewann Stammheim mit 12:10 und 11:9. Beim Stand von 10:7 hatte das Team drei Matchbälle, ehe Leipzig auf 10:9 verkürzte, doch ein direkter Punkt von Paul Schreiber entschied das Spiel zugunsten des TVS.
Mit diesem Erfolg zog die Mannschaft verdient ins Finale ein. Dort traf Stammheim auf den MTV Oldendorf, dessen Angriff von U18‑Nationalspieler Jasper Weusthoff angeführt wurde. Für das Endspiel gab es eine Änderung in der Startaufstellung: Fabian Schlegel rückte, wie am Morgen abgestimmt, anstelle von Matti Nacke ins Team. Der erste Satz war ausgeglichen, doch Oldendorf nutzte die entscheidenden Ballwechsel und gewann mit 11:8. Im zweiten Satz spielte Stammheim stark auf, agierte mutig und punktete sowohl über Schreiber als auch über Rupp. Mit 11:7 gelang der verdiente Satzgewinn zum 1:1‑Ausgleich. Im Entscheidungssatz begann Stammheim erneut auf Augenhöhe, doch zwei extrem knappe Angriffe von Schreiber gingen hauchdünn ins Aus. Beim Stand von 3:6 erfolgte somit der Seiten-Wechsel, ein Aufbäumen blieb jedoch ohne Erfolg. Oldendorf gewann den dritten Satz mit 11:3, sodass Stammheim als Vize‑Deutscher Meister das Turnier beendete.
Angesichts des sehr jungen Kaders, der noch zwei Saisons komplett in der U16 spielen darf, zeigte sich die Mannschaft mit dem Ergebnis hochzufrieden. Auch Trainer Christian Nacke betonte seinen großen Stolz auf die Leistung, den Teamgeist und die mentale Stärke der Spieler. Ein besonderer Dank des Teams gilt dem Ausrichter in Leipzig für eine liebevoll organisierte und bestens durchgeführte Deutsche Meisterschaft.
Nach einem intensiven Hallenfinale folgt nun eine zweiwöchige Pause, bevor das Team in die Vorbereitung auf die Feldsaison startet.
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