Süddeutsche Meisterschaften: U18er glänzen, U14er scheitern
Nach dem erfolgrechen Abschluss ihrer Spielrunden im STB, waren die U14 und U18 Jungs und Mädels am vergangenen Wochenende bei den Süddeutschen Meisterschaften im Einsatz.
U14 weiblich - Ersatzgeschwächt war nichts zu holen
Bericht folgt.
U14 männlich - kein Turnierglück, nur Platz 5
Nach 4 DM-Teilnahmen in der U12 in Folge, wollten die Jungs des Jahrgangs 2013-2015 im ersten gemeinsamen U14 Jahr den Lauf fortsetzen, und bei der Süddeutschen Meisterschaft in Unterhaugstett ein Ticket für die Deutsche Meisterschaft lösen.
Dass diese Aufgabe angesichts der starken und großteils älteren Konkurrenz alles andere als einfach werden würde, war dem Team im Vorfeld wohl bekannt, dennoch trat man voller Zutrauen in die eigenen spielerischen Qualitäten an.
Im ersten Spiel gegen die bayrischen Spielgemeinschaft Herrnwahlthann/Ursensollen setzte sich die TVS-Fünf problemlos durch. Noch knapp im ersten Satz (11:9), dann deutlich im zweiten (11:4) - der Deutsche Vizemeister der U12 aus der Hallensaison hatte nicht genügend entgegenzusetzen.
Anders sah es im zweiten Spiel aus, als mit dem TV Bretten ein Team bestehend aus durchgängig älteren Spielern gegenüberstand. Während Stammheim mit Spielern antrat, die (bis auf einen) noch einige U14 Saisons vor sich haben, konnte die Badener durchgängig 2012er Jungs aufs Feld schicken, und körperliche Vorteile auf dem großen U14 Feld ausspielen. Stammheim ließ sich zu schnell den Schneid abkaufen und verlor gegen den Gruppenfavoriten mit 7:11. Im zweiten Durchgang wurden beim TVS nach schwachem Start (1:4) bald Kräfte geschont, Ersatzspieler zum Einsatz gebracht, und ein deutlicher 3:11 Satzverlust hingenommen.
Nach dem unglücklichen Verlauf der bisherigen Vorrundenspiele, musste Stammheim vor der dritten Partie erkennen, dass man bereits als Gruppendritter feststand (Käfertal hatte überraschend Gruppenfavorit Bretten besiegt). Nur ein unrealistisch deutlicher Kantersieg gegen den TV Käfertal im letzten Vorrundenspiel hätte noch den ersten oder zweiten Platz bedeutet. Stammheim begegnete dem Gegner, der von seinem großen 2012er Schlagmann profitierte, zwar auf Augenhöhe, verlor den ersten Satz dennoch knapp mit 9:11. Somit stand der dritte Vorrundenplatz fest, Stammheim warf wieder das Wechselroulette an, und überließ dem Gegner den damit bedeutungslos gewordenen Durchgang Nummer zwei mit 6:11.
Als Gruppendritter stand Stammheim zwar im Viertelfinale, hatte dort aber einen unerwarteten Gegner vor der Brust. Ausrichter TV Unterhaugstett, der sich ungeschlagen den Titel des Württembergischen Meisters geholt hatte, hatte in der Vorrunden überraschend gegen den STB-Dritten aus Gärtringen verloren, und war somit als Gruppenzweiter Stammheims Gegner im ersten KO-Spiel.
Stammheim zeigte sich auf den Punkt topfit, lieferte die beste Leistung des Wochenendes ab, und gewann den ersten Satz knapp mit 11:9. Mit eben dem gleichen Ergebnis konterte der TVU im zweiten Durchgang, und auf Augenhöhe spielten sich die beiden Teams auch durch den dritten Satz. Bei 11:10 hatte Stammheim sich den ersten Matchball erspielt, bei 12:11 den zweiten - doch beide Male wollte der entscheidende Punkt nicht gelingen. Unterhaugstett nutzte schließlich seinerseits seine erste Matchball-Chance zum 12:14, und nahm Stammheim im letzten Moment das Halbfinalticket aus der Hand.
Aus der Traum von der DM-Teilnahme somit für die Stammheimer Jungs, für die die Meisterschaft kein Turnierglück bereit gehalten hatte. Im abschließenden Spiel gegen den TV Karlsdorf durften nochmal alle Spieler des Kaders Einsatzzeit genießen, und Moral beweisen: Mit 11:13, 11:7 und 11:3 sicherte man sich mit einer weiteren guten Leistung den Abschlusssieg und damit den fünften Platz.
U18 weiblich - Bronzemedaille und DM-Quali
Bericht folgt
U18 männlich - als jüngstes Team zum Titel
Am 1. August 2026 fand in Unterhaugstett die Süddeutsche Meisterschaft der männlichen U18 statt. Der TV Stammheim ging zwar als einer der Mitfavoriten in das Turnier, stellte jedoch mit deutlichem Abstand die jüngste Mannschaft im Teilnehmerfeld. Sämtliche Spieler des achtköpfigen Kaders waren erst 14 oder 15 Jahre alt und damit eigentlich noch in der Altersklasse U16 spielberechtigt.
Davon ließ sich das junge Stammheimer Team jedoch nicht beeindrucken. Mit technisch starkem Faustball, großer mannschaftlicher Geschlossenheit und viel Einsatz sicherte sich der TVS am Ende verdient den Titel des Süddeutschen Meisters.
Souveräner Start in die Gruppenphase
Im ersten Gruppenspiel traf Stammheim auf den NLV Stuttgart-Vaihingen. Von Beginn an übernahm der TVS die Kontrolle und gewann souverän mit 2:0 Sätzen (11:5, 11:4).
Auch im zweiten Spiel gegen Gastgeber TV Unterhaugstett zeigte die Mannschaft eine konzentrierte Leistung. Mit einem weiteren 2:0-Erfolg (11:6, 11:7) schloss Stammheim die Vorrundengruppe ohne Satzverlust auf dem ersten Platz ab und qualifizierte sich direkt für das Halbfinale.
Hart umkämpftes Halbfinale gegen Kleinvillars
Im Halbfinale wartete der TSV Kleinvillars. Der Gegner war den Stammheimern körperlich deutlich überlegen und verlangte dem jungen Team alles ab. Stammheim entschied den ersten Satz mit 11:8 für sich, musste anschließend jedoch beim 7:11 den Satzausgleich hinnehmen.
Im entscheidenden dritten Durchgang zeigte sich die besondere Stärke der Mannschaft. Die Spieler blieben ruhig, vertrauten auf ihre technischen Fähigkeiten und entschieden den Satz mit 11:6 für sich. Mit dem 2:1-Erfolg war die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft bereits gesichert.
Starkes Finale gegen Ochsenbach
Im Endspiel traf der TV Stammheim auf den TV Ochsenbach. Dort stand mit Finn Hummel ein frischgebackener U18-Weltmeister auf der anderen Seite. Erst eine Woche zuvor hatte er mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz gespielt.
Ochsenbach entschied den ersten Satz knapp mit 11:9 für sich. Stammheim ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und steigerte sich im weiteren Spielverlauf. Mit 11:7 gelang der Satzausgleich.
Auch der Entscheidungssatz blieb bis zum Ende spannend. In der entscheidenden Phase zeigte Stammheim erneut Nervenstärke und gewann den Satz mit 11:9. Damit war der 2:1-Finalsieg und der Titel des Süddeutschen Meisters perfekt.
Alle acht Spieler leisten ihren Beitrag
Besonders erfreulich war, dass alle acht Spieler des Kaders im Verlauf des Turniers zum Einsatz kamen und ihren Anteil am Erfolg hatten.
Kai Rupp und Paul Schreiber stellten im Angriff erneut ihre Klasse unter Beweis. Neben ihrer großen Schlagkraft zeigten beide zunehmend auch ein trickreiches und variables Angriffsspiel.
Till Aigner führte die Mannschaft als souveräner Mittelmann und sorgte mit seinem sicheren Spiel für Stabilität.
Leander Dörr und Matti Nacke überzeugten in der Abwehr mit ihrem gewohnt großen Aktionsradius und retteten zahlreiche schwierige Bälle.
Fabian Schlegel zeigte an diesem Tag das wohl beste Zuspiel des gesamten Turniers und brachte die Angreifer immer wieder in optimale Positionen.
Auch Simon Sailer und Felix Pfister überzeugten bei ihren Einsätzen. Beide zeigten eindrucksvoll, dass sie in vielen anderen U18-Mannschaften einen festen Stammplatz hätten.
Insgesamt präsentierte sich Stammheim als das technisch stärkste Team der Meisterschaft. Gerade angesichts des jungen Alters der gesamten Mannschaft ist dieser Erfolg besonders bemerkenswert.
Deutsche Meisterschaft in Niedersachsen
Mit dem Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft hat sich der TV Stammheim für die Deutsche Meisterschaft der männlichen U18 qualifiziert. Diese findet Anfang September in Essel in Niedersachsen statt.
Ein großer Dank gilt den zahlreichen Stammheimer Fans, die das Team in Unterhaugstett lautstark unterstützt haben. Auch für die Deutsche Meisterschaft soll möglichst wieder eine große Fangruppe organisiert werden. Geplant ist eine gemeinsame Fanreise mit der ebenfalls qualifizierten weiblichen U18.
Damit diese Reise frühzeitig geplant werden kann, sind zeitnahe Rückmeldungen der interessierten Fans besonders wichtig. Die Mannschaft würde sich sehr freuen, auch in Niedersachsen wieder von vielen Stammheimer Anhängerinnen und Anhängern unterstützt zu werden.
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