Fünf Europameister vom TV Stammheim!
In München gingen bei den U21-Damen mit Titelverteidiger Deutschland noch die Nationalmannschaften aus Österreich, der Schweiz und Italien an den Start, während in der Herrenkonkurrenz neben dem Titelverteidiger Österreich die Equipen des gastgebenden Deutschlands, der Schweiz, Italiens, sowie Tschechiens antraten.
Das Heimteam der männlichen U21 hielt sich in der Vorrunde schadlos und gab einzig im ersten Spiel des Tages beim 2:1-Sieg gegen den Titelverteidiger einen Satz ab. Mit abschließend 8:0 Punkten und 8:1 Sätzen war somit der Halbfinaleinzug perfekt. Lisa konnte in der Vorrunde ebenfalls den ersten Tabellenplatz erringen, obgleich am Ende der drei punktgleichen Mannschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz lediglich ein gespielter Punkt in der Endabrechnung den Ausschlag für die deutschen Damen gab.
Der Finaltag sollte Faustballsport auf höchem Niveau bereit halten. Lisa Knodel schaffte durch einen 3:0-Halbfinalerfolg über Italien den Sprung ins Finale. Die Jungs taten es ihr gleich und bezwangen denselben Konkurrenten mit demselben Ergebnis. Als Folge kam es in beiden Konkurrenzen zu den Endspielen Deutschland gegen Österreich.
Mit Lisa in der Starformation konnten die deutschen Damen ihren Erfolg des Vortags wiederholen. Aus einer sattelfesten Abwehr heraus brachte Lisa als Zuspielerin ihre Angreiferinnen immer wieder in Position, die sich über die Dauer des Matches hinweg als konstantere und effektivere Angriffsreihe behauptete. Am Ende kürte sich Lisa mit ihrem Team nach einem 3:0 Sieg als Europameisterinnen ubd konnten den Titel erfolgreich verteidigen.
Im Finale der U21-Jungs wurde es dann wahnwitzig. Die Nationaltrainer Benno Schwarze, Marco Bartsch und Markus Knodel beorderten neben Kapitän Tom Aigner die anderen drei Stammheimer Fynn Erlenmayer, Tobias Beck und Jakob Sailer, sowie Marvin Becker vom MTV Wangersen aufs Feld. Das Endspiel war von Beginn an, sowohl an Klasse, als auch an Dramatik von nichts zu überbieten. In einer Begegnung auf allerhöchstem Niveau behaupteten sich nach zwei Stunden Spielzeit schließlich die deutschen Jungs und holten mit einem 3:2-Erfolg (14:12, 12:10, 11:13, 9:11, 12:10) den Europameistertitel der männlichen U21 wieder nach Deustchland. Das Spiel war über die gesamte Dauer hinweg geprägt von: ständig wechselnden Führungen, hochklassigen Abwehraktionen und krachenden Angriffsschlägen. Die beiden Konkurrenten gaben aber um keinen Millimeter nach. Dies zeigt auch das Ballverhältnis am Ende: nach fünf gespielten Sätzen hatte Deutschland mit 58:56 Bällen gerade einmal mit einer Differenz von zwei Bällen die Nase vorn.
Insbesondere der fünfte und entscheidende Satz hatte es in sich!
Österreich mit dem klar besseren Start. Fynn Erlenmayer und Marvin Becker fanden zu diesem Zeitpunkt keine Mittel gegen das Gästeteam. Beim Stand von 1:6 wurden letztmalig die Seiten gewechselt. Österreich konnte seinen Vorsprung sogar noch auf 7:1 ausbauen. Nach einem Ausball des österreichischen Angreifers Bastian Hackl und einem anschließenden Servicefehler roch das deutsche Team nochmals Lunte. Angeführt von einem annähernd fehlerfreien Fynn Erlenmayer wuchs auch die ohnehin starke Abwehrreihe um Kapitän Tom Aigner mit Tobias Beck und Jakob Sailer über sich hinaus. Punkt für Punkt konnte das deutsche Team verkürzen und bei 7:7 gar ausglichen. Beim Spielstand von 10:9 erspielte sich Team Austria seinen ersten Matchball, den Fynn Erlenmayer egalisieren konnte. Fynn konnte ein 25m-Zuspiel von Jakob Sailer verwerten und somit für Team Deutschland einen eigenen Spielball zum 11:10 erspielen. Und es wurde noch verrückter: 10 mal musste der Ball die Leine überqueren, ehe Fynn Erlenmayer den letzten Punkt der Partie über die rechte Seite krachend verwerten konnte. Alleine dieser letzte Ballwechsel fasst zusammen, auf welchem Niveau dieses Finale geführt wurde. Alles war dabei: verpasste Chancen ebenso, wie Flugeinlagen, Direktannahmen, Luftzuspiele und Kampf bis zum Umfallen.
Beiden Teams Gratulation zu diesem gelungenen Faustballdrama!!!
Ein klares Qualitätsmerkmal für den TV Stammheim: Alle fünf stammheimer Akteure standen in den Endspielen in der Startformation und auch über die gesamte Spieldauer auf dem Feld.
Wir gratulieren unseren neuen Europameistern Lisa, Fynn, Tom, Tobias B. und Jakob zu ihrem neuerlichen Erfolg.
Wer sich das dramatische Finale zwischen Österreich und Deutschland nochmals anschauen möchte, kann dies in voller Länge unter folgendem Link tun (07:03:00 - 09:03:00):
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