Ein erster Fleck auf der weißen Weste

  11.05.2026    TV Stammheim über Abteilung Faustball Abteilung Faustball Abteilung Faustball BL
5:1 Sieg über Oberndorf und 4:5 Niederlage in Calw für die Bundesligamänner.

Nach dem Auftakt in Eibach, bei dem man sich mit einigen angeschlagenen Spielern und kleinem Kader gegen einen engagiert spielenden Gegner schwergetan, aber das Spiel mit 5:2 gewonnen hatte, wartete am vergangenen Wochenende ein Doppelspieltag auf die Stammheimer Bundesligamänner.

Beim ersten Heimauftritt gelang dann auch direkt ein Start nach Maß. Gegen Oberndorf, das zwar aus sicherer Defensive aber mit zu wenig Offensivdruck agierte, konnte Stammheim von Anfang an ein dominantes Spiel aufziehen, und gewann die ersten drei Sätze klar (11:6, 11:6, 11:7).

Nach der Satzpause versuchte es der Gast mit einigen Umstellungen (Fabian Sagstetter übernahm unter anderem von Nico Bitsch den Part des Angreifers), die Leistungsträger Maximilian Lutz und Oliver Bauer blieben aber aus gesundheitlichen Gründen auf der Bank, und so war für den TVO nicht mehr als ein Satzgewinn zu holen. 11:13 sicherte sich der Gast einen Achtungssatz, bevor Stammheim die Zügel wieder anzog, und mit 11:7, 11:5 das Spiel zu seinen Gunsten entschied.

Nach kurzer Regeneration stand am Sonntag das Auswärtsspiel bem TSV Calw auf dem Plan, der am Vortag mit einem knappen Sieg gegen Vaihingen/Enz erfolgreich war.

Auf dem schwierig zu bespielenden Geläuf hatte Stammheim im ersten Satz große Probleme sich eigene Angriffe zu erspielen, und verlor dementsprechend den Auftaktsatz mit 9:11.

Immer besser stellte sich Stammheim im Folgesatz auf das Spiel der Calwer und auf die Bedingungen ein, wurde aber vorerst nicht für die verbesserte Leistung belohnt, und musste Calw mit 8:11 ziehen lassen.

Mit einigen Umstellungen und weiterhin ungebrochenem Kämpferherz trotzte Stammheim dem verpatzten Start, und kam gegen Ende des dritten Satzes endlich zu Erfolgen, die sich auch auf der Anzeigetafel manifestierten. Aus 7:8 Rückstand machte man durch eine Serie einen 10:8 Führung, der letzte Punkt wollte allerdings nicht gelingen, und so musste man mit dem 10:12 Satzverlust einen weiteren Nackenschlag hinnehmen, und ging mit 0:3 in die Satzpause. 

Das Stammheimer Team weigerte sich hartnäckig, sich den Rückschlägen zu beugen, und rappelte sich immer wieder auf: 3:1, 7:4, 9:6 im vierten Durchgang. Den Ausgleich der Calwer konnte man dieses Mal kontern und die letzten beiden Punkte setzen: 9:11 und 1:3 nach Sätzen.

Ebenso eng setzte sich das Spiel fort, und nun war es wieder das Heimteam, das sich Führungen erspielte (1:3, 4:7). Stammheim blieb dran, hatte bei 7:7 ausgeglichen, und bei 9:8 eine erste Führung, doch – es sollte die Geschichte des Spiels werden – die entscheidenden Punkte gelanen Calw, die mit 9:11 auf 1:4 Sätze stellten.

Immer wieder Rückschläge, immer wieder verpasste Chancen, aber ein Gästeteam, das sich nicht aufgab, und in der Folge auch dafür belohnt werden sollte.

Im sechsten Durchgang kippte das oft beschriebene Momentum nun zum TVS, dem mit einem deutlichen 11:4 Satzgewinn ein Befreiungsschlag gelang. Mit diesem Erfolg im Rücken gelangen im siebten Satz auch in der umkämpften Crunchtime die wichtigen Punkte, und mit 12:10 der 3:4 Satzanschluss.

Calw war in dieser Phase deutlich anzumerken, dass das kippende Spiel in Verbindung mit den neun Sätzen des Vortags Spuren hinterließen, die Gegenwehr wurde deutlich geringer, und Stammheim war nun das spielbestimmende Spiel: Mit 11:7 gelang ein weiterer klarer Satzgewinn, der den 4:4 Satzausgleich bedeutete.

Im Roulette des Entscheidungssatzes war es zunächst Stammheim, das die besseren Aktionen verbuchen konnte, und nach Seitenwechsel bei 6:4 Führung baute Stammheim bis 9:6 die Führung leicht aus und hatte sich bei 10:8 zwei Matchbälle erspielt. Doch das Spiel hielt noch eine letzte Pointe bereit. Nach 2,5 Stunden Spielzeit in denen Stammheim aus 0:3 und 1:4 Sätzen ein 4:4 und 10:8 gemacht hatte, wollte der letzte Punkt nicht gelingen. Schlattinger spielte mit dem Mut der Verzweiflung und brachte seinerseits mit vollem Risiko die Bälle im Stammheimer Feld unter: Mit 4 Punkten am Stück bog Calw das Spiel doch noch herum, und setzten den finalen Punkt zum 10:12.

Nicht nur das Ballverhältnis von 91:87 aus Stammheimer Sicht macht deutlich, welch knappes Duell sich die beiden Teams an diesem Tag lieferten, für die Zuschauer war es ein nervenaufreibendes unterhaltsames Spiel mit vielen Wendungen – für Stammheim nach diesem Spielverlauf natürlich zwei enttäuschend verlorene Punkte.

In der Tabelle lassen sich nach den ersten beiden Wochenenden bereitzs erste Tendenzen für die Liga ablesen:

Pfungstadt hat als bislang einzig ungeschlagenes Team die ersten Aufgaben sopuverän erledigt (Calw: 5:2, Eibach 5:1, Käfertal 5:0).

Dahinter folgen Vaihingen/Enz, Stammheim und Calw mit 4:2 Punkten, und ein wenig überraschend, auch Aufsteiger NLV Vaihingen, der mit Siegen über Mitaufsteiger Eibach und Käfertal bereits wichtige Zähler in Richtung Klassenerhalt sammeln konnte.

Auf Rang 6 rangierte vorerst Oberndorf mit 2:4 Punkten, bei dem sich das Lazarett aber sichtbar lichtet, und das in den folgenden Wochen sicherlich Punkte sammeln wird.

Ohne Punkte auf der Habenseite sind bisher Aufsteiger Eibach, der beim Mitaufsteiger eine denkbar knappe 4:5 Niederlage hinnehmen musste, sowie Käfertal, das bisher keinen Spieltag in Bestbesetzung absolvierte, und das bei diesen spielentscheidenden Personalplanungen zur großen Wundertüte der Liga und eventuell zum Zünglein an der Waage um Platzierungen werden wird.

Für Stammheim geht es bereits am Donnerstag mit dem schweren Auswärtsspiel in Pfungstadt weiter, am Samstag reist man nach Käfertal zum Deutschen Hallenmeister, der sich nach dieser Saison freiwillig aus der Bundesliga verabschiedet. 

Vereinsgaststätte

Feriencamps für Kinder

TVS Vereinskollektion

Veranstaltungen

Loading...
TV Clubhaus mieten
Kindersportschule
Stammi

Stadtwerke Stuttgart - Partner der Energiewende