U14 Jungs sind Deutscher Meister
Der Jubel hallt immer noch durch die große Sporthalle beim Stadtrivalen vom NLV Vaihingen. Eltern fotografieren im Minutentakt, die Spieler strahlen mit dem frisch erhaltenen Deutschen Meisterpokal um die Wette.
Eben erst wurde der Mannschaft die Trophäe überreicht – und nun tanzt, lacht und feiert sie mitten auf dem Feld, als wollten sie diesen Augenblick für immer festhalten.
Pure Erleichterung. Riesiger Stolz und auch ein paar kleinere Freudentränen.
Während der Pokal von Hand zu Hand wandert, sagt Trainer Christian Nacke mit einem Grinsen im Gesicht:
„Dafür haben wir die ganze Saison gearbeitet.“
Und genau das stimmt.
Denn dieser Triumph hat eine lange Vorgeschichte.
Rückblick – Eine Saison voller Erwartungen und Herausforderungen
Schon zu Saisonbeginn war klar: Diese U14-Jungs sind einfach ein ganz besonderer Jahrgang.
Stark besetzt, eingespielt, ehrgeizig – und mit einer bundesweit sichtbaren Qualität. Entsprechend hoch waren die Erwartungen: Württembergische Meisterschaft? Pflicht.
Süddeutsche Meisterschaft? Anspruch und Ansage.
Und das Team lieferte.
Mit konstanter Leistung, spielerischer Reife und einem bemerkenswerten Zusammenhalt kämpfte sich die Mannschaft durch die lange Saison.
Bei der Württembergischen Meisterschaft zeigte sie, dass sie das Beste Team des Landes ist.
Bei der Süddeutschen Meisterschaft bewies sie, dass sie im Konzert der Topteams nichts zu verstecken hat – im Gegenteil: Sie spielte sich endgültig in den Favoritenkreis für die Deutsche Meisterschaft.
All diese Erfolge ließen Stolz wachsen – aber auch Druck.
Denn wer so eine Saison spielt, der will auch bei der DM oben angreifen.
Rückblende – Das Meisterschaftswochenende
Mit großer Vorfreude reiste die Mannschaft zur Deutschen Meisterschaft zum Nachbarn vom NLV Vaihingen. Kaum in der Halle angekommen, war die Konzentration sofort da. Das Team versucht den ganzen Druck und die Erwartungen von sich weg zu halten und einfach Ball für Ball zu arbeiten.
Im ersten Vorrundenspiel wartete der TV Bretten. Gegen den badischen Gegner tat sich das Team um Kapitän Matti Nacke bei den SDM noch sehr schwer. Komplett unterschiedlich lief es jedoch dieses Mal. Druckvolle Angriffe durch Leon Braun und eine tolle Abwehrleistung führten zu einem souveränen 11:08 und 11:05 Erfolg. Diesen Schwung konnten die Jungs direkt in das 2. Gruppenspiel mitnehmen. Hier wartete der TSV Pfungstadt und es zeigte sich sofort ein Klassenunterschied. In einer fast fehlerfreien Partie gewann Stammheim die Sätze klar mit 11:03 und 11:00. Zur Freude der Trainer und Eltern konnten dabei alle Spieler bis auf Mika Oberkersch eingesetzt werden. Letzter - eigentlich ebenfalls klarer Stammspieler- konnte aufgrund einer, unter der Woche, zugezogenen Schulterprellung nicht mitwirken.
Nach einer längeren Pause ging es am Nachmittag gegen die SC DHfK Leipzig. Mit der gleichen Starting 5 (Leon Braun und Fabian Schlegel im Angriff, Leander Dörr, Matti Nacke und Felix Pfister in der Abwehrreihe) ließ das Team von Anfang an keine Zweifel am Ausgang des Spiels aufkommen. Die Sachsen versuchten einiges um die TV-Jungs zu stoppen, doch auch die Variante mit Blockspiel war für die Schwaben kein Hindernis. Letztendlich ging das Spiel mit 11:07 und 11:06 an Stammheim.
Im letzten Duell des Tages wartete der Dauerrivalen aus den letzten Jahren, der TV Brettorf. Die Konstellation vor dem Spiel war klar. Aufgrund eines Satzverlustes der Niedersachsen gegen den TV Bretten, benötigte Stammheim einen Satzgewinn zum Gruppensieg. Man merkte den Stammheimer Jungs den langen Tag an. Es entwickelte sich ein zähes Spiel, bei dem der gegnerische Angreifer Arne Steenken regelmäßig mit kurzen Bällen punkten konnte. Die Moral der Jungs und die Unterstützung der Fans war jedoch weiter vorhanden und so konnte man den Satz, trotz eines zwischenzeitlichen Satzballs für Brettorf, mit 12:10 gewinnen und somit das Halbfinalticket buchen. Im zweiten Durchgang wechselten beide Teams ihre Teams durch (Anmerkung: alle Entscheidungen in der Gruppe waren fix) und gewährten den Ersatzspielern Einsatzzeiten. Das junge Stammheimer Team zeigte dabei dann eine tolle Leistung, der Satz ging allerdings trotzdem mit 11:08 an die Niedersachsen.
Bei einem gemeinsamen Abendessen mit anschließenden harten Mario-Kart-Duellen wurde der erste Tag zufrieden beendet.
Sonntagsmorgen setze sich im Viertelfinale der Gastgeber im Viertelfinale gegen den TV Bretten durch. Somit kam es zum Stuttgarter Derby im Halbfinale bei der Deutschen Meisterschaft. Manche Senioren auf der Tribüne fühlten sich an die großen Stuttgarter Zeiten der Vergangenheit erinnert. Mit einer großen Portion Selbstbewusstsein, aber auch mit gehörigem Respekt vor dem Gastgeber ging Stammheim in die Partie. Zur Freude des Trainerteams zeigte Stammheim in der Partie keine Schwäche. Mit ruhigen Annahmen, starke Verteidigung des Halbfeldes, sensationellen Zuspielen sowie vielen Angriffs-Winner gewann das Team beide Sätze mit 11:06. Bemerkenswert war hier die faire Geste von Ian Löwe, der beim Matchball eine Ballberührung zugab. Die 5. Medaille in Folge in der Altersklasse U14 war unter Dach und Fach.
Doch unsere Jungs wollten dieses Mal den Titel nach Stammheim holen! Im Finale wartete erneut der TV Brettorf. Angeführt von einem bärenstarken Leon Braun, der die überragenden Zuspiele regelmäßig verwandelte gewann Stammheim den 1. Durchgang klar mit 11:06.
Doch Brettorf wollte die Goldmedaille nicht kampflos den Stammheimer Jungs überlassen. Ein starker Beginn der Niedersachsen führte zu einem schnellen 02:05 Rückstand. Stammheim nahm die Auszeit. Das Trainerteam fand wohl die passenden Worte. Bei 7:7 konnte der Anschluss wieder hergestellt werden. In den nächsten Minuten übernahm, der am ganzen Tag sehr starke, Fabian Schlegel das Ruder. Durch taktische Anspiele von Brettorf auf unseren Hauptangreifer Leon Braun musste Fabi die Verantwortung der Angriffsbälle übernehmen. Und das gelang ihm überzeugend. Durch verschiedenen Angriffsvariationen konnte er mehrmals punkten. Bei 10:08 hatte Stammheim Matchball. 2 starke Angriffsbälle von Leon Braun konnten die Niedersachsen noch entschärfen, bevor es erneut an Fabian Schlegel war, der zum Schlag anlief.
Dann: Ein perfekter kurz gespielter Ball.
Brettorf konnte den Ball nicht erreichen.
Stille für ein Bruchteil einer Sekunde.
Dann Jubel.
Grenzenloser Jubel.
Deutscher Meister 2026.
Jetzt, nur wenige Stunden später, sitzt der Trainer an seinem Rechner und resümiert.
Eine Saison mit großen Erwartungen.
Ein Team, das diesen Erwartungen standhielt.
Und ein Wochenende, das alles vergoldete.
Dieser Titel ist nicht nur der Abschluss einer Saison.
Es ist der Beginn einer Geschichte, die diese Mannschaft nie vergessen wird.
Für einige Jungs war es der Abschluss in dieser Altersklasse - auf ein Neues in der Altersklasse U16. Vielleicht schon in 2 Wochen bei der DM in Leipzig.
Danke für...
- Co-Trainer Tom, der in Trainings und beim Coaching eine wertvolle Unterstützung ist
- Unseren Mit-Trainer Jakob Sailer, der leider an diesem Wochenende pausieren musste
- An Mika für seine Unterstützung, Verständnis und Support am Wochenende. Bei der nächsten DM bist du wieder ein fester Teil der Stammspieler
- Danke an unsere jungen Spieler, die uns das ganze WE grandios unterstützt haben und sich nie über fehlende Einsatzzeiten beschwert haben!
- Die Familien und Fans die uns so zahlreich unterstützt haben
- An den NLV Vaihingen für eine toll ausgerichtete Deutsche Meisterschaft!
- Unsere Spieler - eure Motivation, Trainings- und Lernbereitschaft ist wirklich beeindruckend
DEUTSCHE MEISTER 2026 sind:
Leon Braun, Fabian Schlegel, Leander Dörr, Felix Pfister, Kapitän Matti Nacke, Mika Oberkersch, Mattis Obekersch, David Schempp, Chris Abramek, Bela Schanz